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Geschichte


Vom Marinesportplatz zur Freizeitsport- und Fussballanlage
 
 
 
Bis zum des Ersten Weltkrieges war das Gebiet zwischen Frankenteich und Schlachthof der Stralsunder Bevölkerung als "Meiers Wiese“ bekannt, auf welcher Kühe weideten und die Jugend nach Herzenslust tobte. 

Nach dem Krieg wurde aus dieser ein Sportplatz mit Spielfeld und Laufbahn. Ab 1920 nutzte die in der Frankenkaserne stationierte Reichsmarine den Platz für die Ausbildung ihrer Rekruten. Auch Schießübungen sollten dort stattfinden, aber die Stadt protestierte dagegen, weil in der nähe Kühe weideten.

Der Sportplatz selbst besaß viele Mängel. Er war stets feucht, weil jegliche Drainage fehlte. Viele Fussballspiele arteten zu regelrechten Schlammschlachten aus. Zudem war die Spielfläche viel zu klein, denn sie betrug nur 80x50 Meter. Die Laufbahn entsprach nicht der international üblichen Länge. Nach den olympischen Spielen 1936 in Berlin, die für Deutschland sehr erfolgreich verliefen, forderte die nationalistische Reichsführung vehement den Bau von Sportplätzen, auf denen Wettkämpfe auf der Grundlage international anerkannter Normen stattfinden konnten.

Die gesamte deutsche Jugend sollte sich mit Hilfe von sportlichen Wettkämpfen für die Zukunft stählen. Insbesondere die HJ richtete deshalb immer wieder Appelle an die Stadtführungen, endlich doch den Bau moderner Sportanlagen in Angriff zu nehmen. Auch die militärische Führung Deutschlands verschloss sich dieser Aufgabe nicht, wusste man doch, dass der Sport "ein Hauptmoment in der Ausbildung der Soldaten“ ist. Die Marinestandortverwaltung in Stralsund fasste daraufhin den Beschluss über die völlige Umwandlung und Vergrößerung des Sportplatzes gegenüber der Frankenkaserne entsprechend den "Vorschriften des Deutschen Reichsbundes für Leibensübungen". 

Im Frühjahr 1938 begannen die Arbeiten und im Oktober desselben Jahres konnte der zu dieser Zeit modernste Sportplatz der Hansestadt seiner Nutzung übergeben werden. Zunächst bestand der Plan, die gesamte Fläche auszuschachten und den gewonnen Boden zur Anhebung von Terrassen zu  nutzen. Dieses Vorhaben wurde, wahrscheinlich aus finanziellen Gründen, wieder fallengelassen. Der gesamte Sportplatz erhielt zunächst
eine ausreichende Entwässerung. Das Spielfeld wurde auf die Ausmaße 105 x 70 Meter erweitert. Die Breite der Laufbahn, die eine 20 cm dicke Schotterabdeckung und eine Schlackedecke von 8 cm erhielt, betrug nunmehr 6,25m. Auf die Schlacke wurde eine 7 cm starke Decke aus Roterde fest gewalzt.  

Zum neuen Sportplatz gehörten eine 100 m-Bahn, je eine Anlage für Stabhochsprung und Dreisprung und eine weitere für Kugelstoßen sowie Speerwerfen. Außerdem wurden allein drei Weitsprunganlagen gebaut. Das Spielfeld und die Laufbahn waren von einer 1,40 m hohen Holzbarriere umgeben, währenddessen eine nur 80 cm hohe Mauer, auf die ein Gitterzaun gesetzt wurde, die Anlage zum Frankendamm hin begrenzte.

Jeder sollte einen guten Einblick haben. Leider war mit dem Bau des neuen Sportplatzes das Problem eines modernen Stadions für die Stadt nicht gelöst, da sich die Marine ausschließlich die Nutzung vorbehielt. Der Rat plante daher schon seit längerer Zeit den Bau eines neuen Sportplatzes an der Stadtkoppel.

Am 15. November 1953 erhielt der Frankensportplatz den Namen ,,Stadion der Freundschaft“. Von 1955 bis 1967 nutze die BSG Motor Stralsund die Spielstätte und lockte mehrere tausend Zuschauer ins Stadion. Als nach Abschluss der Saison 1966/67 die ASG Vorwärts Rostock im Rahmen einer Umstrukturierung wieder zurück nach Stralsund umgesiedelt wurde, musste die Sportler von Motor Stralsund das Feld räumen und Platz für die Matrosenelf machen. 

Als 1971 der Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht wurde, begann man mit dem Bau eines Sprecherturms, mit Plätzen für Ehrengäste und eine Anzeigetafel. Ende der achtziger Jahre wurde das Stadion komplett renoviert und erhielt 2500 Sitzplatzschallen, sowie einen 2,30m hohen Zaun um das Spielfeld. Durch diese Bauliche Maßnahme verringerte sich die Stadionkapazität von 12500 auf 7500.

Mit den Zielen die erste Seniorenmannschaft wieder zu einer soliden Verbandsligagröße zu entwickeln und die Förderung im Juniorenbereich zu verbessern, ging der FC Pommern einen ungewohnten Weg und stellte bei der Hansestadt Stralsund einen Antrag für die Umbenennung seiner Heimspielstätte. Gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung wurde dieses rechtlich schwierige Anliegen innerhalb eines Jahres umgesetzt und seit dem Sommer 2015 trägt des Stadion den Namen "Primus Immobilien Arena".
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